Geburtenrate steigt weiter an



Seit 2012 bekommen Frauen in Deutschland wieder mehr Babys. Nun hat die Geburtenziffer erstmals seit 33 Jahren den Wert 1,5 erreicht. Das liegt auch an der Zuwanderung.

Zum ersten Mal seit 30 Jahren ist im vergangenen Jahr in Deutschland die sogenannte Geburtenziffer wieder auf den Wert von 1,5 je Frau gestiegen. Ähnlich hoch sei sie zuletzt 1982 mit 1,51 gewesen, erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

2014 hatte die Geburtenziffer bei 1,47 gelegen. Im Jahresvergleich bedeutet dies dem Bundesamt zufolge, dass je 1000 Frauen 27 Babys mehr zur Welt kamen. Das Alter der Mütter bei der Geburt stieg um knapp einen Monat auf durchschnittlich 31 Jahre.

Die Geburtenziffer ist ein statistischer Wert. Er gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn sie sich daran orientieren würden, wie sich alle Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im betreffenden Jahr in Sachen Nachwuchs verhalten.

Zuwanderung erhöht Geburtenziffer

Wesentlich zum Anstieg der Geburtenziffer trugen dem Statistischen Bundesamt zufolge Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bei, bei denen der Wert im Jahresvergleich deutlich von 1,86 auf 1,95 stieg. Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit erhöhte er sich von 1,42 auf 1,43 nur sehr wenig.

Das Bundesland mit der höchsten zusammengefassten Geburtenziffer von 1,59 Kindern je Frau war Sachsen. Die niedrigste Geburtenziffer von 1,38 Kindern je Frau wies das Saarland auf.

Bereits im vergangen Jahr war die Geburtenrate angestiegen. Rund 738.000 Mädchen und Jungen kamen im Jahr 2015 deutschlandweit zur Welt – das waren 23.000 Neugeborene oder 3,2 Prozent mehr als im Jahr 2014.

Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/deutschland-geburtenrate-steigt-weiter-an-a-1116906.html