Zukunft des Kosovo

kosovo_0304.jpgDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beginnt seine Beratungen über die Zukunft der südserbischen Provinz Kosovo. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag des UN-Beauftragten Martti Ahtisaari, der eine eingeschränkte Unabhängigkeit der zu 90 Prozent von Albanern bewohnten Region vorsieht. Serbien lehnt dies strikt ab und hofft auf ein Veto seines Verbündeten Russland. Während die USA und die Europäische Union (EU) in einer von der EU überwachten Unabhängigkeit die einzige Möglichkeit sehen, neue Gewalt im Kosovo zu vermeiden, fordert Russland weitere Gespräche zwischen den Konfliktparteien.

Sollte es keine Einigung im Sicherheitsrat geben, sehen die USA eine friedliche Lösung des Konflikts gefährdet. Ohne Resolution hätte die EU auch kein Mandat, um wie geplant nach nunmehr acht Jahren die Verwaltung des Kosovo von den UN zu übernehmen. Deutschland strebt bis zum Ende seiner EU-Ratspräsidentschaft im Juni eine UN-Entscheidung an.

Aus Furcht vor Unruhen während der UN-Verhandlungen stockte die Bundeswehr zuletzt ihr Kontingent an der Nato-geführten Kosovo-Friedenstruppe Kfor um rund 550 Soldaten auf knapp 3.000 Mann auf. Die Verstärkung ist bis Mitte April geplant, kann aber auch verlängert werden. Der Kosovo steht seit 1999 unter UN-Verwaltung. Vorausgegangen war ein Nato-Luftkrieg gegen serbische Truppen, um Vertreibungen von Kosovo-Albanern zu verhindern.

Quelle: www.n-tv.de

kosovo_0304.pdf
autor: kristin gräfe